Die schwierige internationale Wirtschaftslage findet eine weitere Bestätigung in dem signifikanten Auftragsrückgang (-11,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum), von dem die italienischen Maschinen und Technologien der Holzbearbeitung im ersten Quartal dieses Jahres betroffen waren.
Das ist eine Tatsache, die ein weiteres Mal eine Branche beschäftigt, die bereits die ersten Zeichen einer kleinen Erholung zu zeigen schien. Aber es handelte sich leider nur um ein Strohfeuer und das Gefühl, daß der italienische Markt im vergangenen halben Jahr zur zunehmenden Zufriedenheit Anlaß geben könnte, hat sich nicht bestätigt.
Auch die ersten drei Monate des Jahres 2003 zeigen einen entschieden “gewichtigen” Rückgang der nationalen Auftragslage, für die ein Minus von 25,5 Prozent registriert wurde, während das Ausland – alles in allem – die italienischen Unternehmer nicht übermäßig bestraft hat, denn der Rückgang der ausländischen Aufträge hat sich auf einem Niveau von 2,5 Prozent eingepegelt.
Auf der Seite der Preise verzeichnen die vom Studienbüro von Acimall, der italienischen Vereinigung der Branchenunternehmen, erhobenen Daten einen durchschnittlichen Zuwachs von 0,6 Prozent, während im Vergleich zum vergangenen Quartal die „Auftragsbücher“ weiter schrumpften und sich auf 2,2 Monate eingepegelt haben.
Wir kommen nun zu einer qualitativen Untersuchung, aus der sich folgendes ergibt: 35 Prozent der befragten Firmen (eine statistische Probeerhebung, die den gesamten Sektor repräsentiert) verzeichnet im ersten Quartal dieses Jahres einen stationären Produktionsverlauf. Bei 9 Prozent der Firmen ist ein Wachstum zu verzeichnen, aber bei 56 Prozent muß man von einem Rückgang sprechen. Die Bestände erweisen sich in 50 Prozent der Fälle stabil, bei 28 Prozent ist ein Rückgang und bei den verbleibenden 22 Prozent eine Zunahme zu verzeichnen.
Die Beschäftigung wird von 75 Prozent der Stichprobenauswahl als “stationär” definiert und ist für den verbleibenden Stichprobenanteil rückgängig. Keine der befragten Firmen gibt eine Zunahme der Anzahl der Betriebsangehörigen an.
Die prognostische Untersuchung ist, wie es häufig vorkommt, das Ergebnis zweier deutlich voneinander verschiedenen Situationen. Die ausländischen Märkte – die, wie wir nicht vergessen wollen, in entscheidendem Maße zur Erreichung des Gesamtumsatzes der italienischen Industrie beitragen, der sich auf etwas weniger als 2 Milliarden Euro pro Jahr beläuft – werden für 28 Prozent der befragten Firmen wachsen, für 27 Prozent im wesentlichen stabil bleiben, während sie für 25 Prozent der Stichprobenauswahl einen weiteren Rückgang (Plussaldo +3) verzeichnen werden. Für den italienischen Markt verzeichnen die kurzfristigen Angaben leider keine großen Änderungen: für 66 Prozent der Befragten bleibt die Situation unverändert, für 10 Prozent kommt es zu einer Verbesserung, während für 22 Prozent eine weitere Verschlechterung unausweichlich ist (Minussaldo -10).
“Diese derart negativen Daten erhalten gewiß eine unterschiedliche Wertigkeit – so der Kommentar von Luciano Costa, Präsident von Acimall – wenn man einige Faktoren aufmerksam untersucht. Vor allem ist am Rückgang des italienischen Marktes, der im Jahre 2002 ein Wachstum zu verzeichnen hatte, das Gesetz von Tremonti nicht unbeteiligt. Das mit diesen Bestimmungen bewirkte Ende der steuerlichen Vergünstigungen hat dazu beigetragen, den ohnehin vorhandenen Rückgang auf den internationalen Märkten, der auch anderweitig bereits in umfassender Weise offensichtlich war, nur noch weiter zu hervorzuheben. Bei einem unlängst stattgefundenen Treffen haben wir dem stellvertretenden Minister Urso den Vorschlag unterbreitet, das Gesetz bis Ende 2003 zu verlängern, um die Auswirkungen dieses Konjunkturabschwungs in Grenzen zu halten, der auch die Beschäftigungssituation in gravierender Weise beeinflußt.
Dabei dürfen wir nicht vernachlässigen, daß sich die Erwartung der Kriegsereignisse im Irak auf unsere Branche ebenso negativ ausgewirkt hat, wie auf die übrige Weltwirtschaft, und wir hoffen, daß sich der Konflikt in der Phase seiner vollständigen Lösung befindet. Und ich kann hinzuzufügen, daß wahrscheinlich das ganze Jahr 2003 durch ein Klima der Unsicherheit gekennzeichnet sein wird; deswegen wird auch die Unterstützung noch wichtiger, die Acimall den Mitgliedsunternehmen für die Export-Verkaufsförderung geben kann.
In dieser Hinsicht erscheint es mir wichtig hervorzuheben, daß wir gerade in den letzten Tagen zusammen mit ICE, dem italienischen Außenhandelsinstitut, ein Verkaufsförderungsprogramm gestartet haben, das nach unserer Meinung den Erwartungen einer Branche entspricht, die so international ausgerichtet ist, wie die unsrige. Dieses Programm ist ein bedeutender Beitrag zur positiven Entwicklung der Handelsbilanz des Landes“.
Informationen von:
Vereinigung der italienischen Hersteller von Maschinen und Zubehör zur Holzbearbeitung
Italian woodworking machinery and tools manufacturers' association
Weitere Informationen bei Pressebüro Acimall:
Luca Rossetti
Tel. 02 89210200 – rossetti@acimall.com