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Berlin - Erstmals in Deutschland finden dieses Jahr vom 6. bis 19. September 2004 bundesweite Waldwochen unter dem Kampagnenmotto "Treffpunkt Wald" statt. Deutschlandweit gibt es in diesen zwei Wochen über 400 Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Wald für jung und alt. Die Vorbereitung dieser Initiative lag in Händen der Forstverwaltungen des Bundes und der Länder. Auf Länderebene wird "Treffpunkt Wald" auch von einer Reihe von Kooperationspartnern mitgetragen. |
Hermann Ilaender, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates rief bei der zentralen Auftaktveranstaltung im Berliner Grunewald die ersten, bundesweiten Treffpunkt-Wald-Wochen aus. Er verwies insbesondere auf die Bedeutung des Waldes für den Menschen: "Der Wald erbringt unverzichtbare Schutzwirkungen für Klima, Wasser, Luft und Boden und ist ein beliebter Ort für Freizeit, Erlebnis und Erholung. Zugleich ist er Lieferant des nachwachsenden Rohstoffs Holz." Die Initiative "Treffpunkt Wald" soll den Menschen zeigen, wie vielfältig der Wald ist, was er tagtäglich für uns leistet und wie wertvoll dieser ein-zigartige Naturraum ist.
Der Botschafter von Treffpunkt Wald, Armin Maiwald (WDR, Lach- und Sachgeschichten), erklärte seine besondere Faszination am Wald u.a. mit den Erlebnissen seiner Kindheit: "Als ich ein kleiner Junge war, war der Wald mehr ein Platz, um sich zu verstecken und der einzige sichere Rohstofflieferant. Das machte damals jedem unmittelbar klar, dass der Wald wertvoll und sogar überlebenswichtig ist." Das sei heute im Prinzip noch genauso, nur leider sei das den meisten Menschen nicht mehr bewusst, so Maiwald. Er verwies auf die heute unschätzbare Leistung des Waldes als Kohlenstoff-Senke und im Klima-Schutz.
"Treffpunkt Wald" wird vom Holzabsatzfonds und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstützt. Dessen Vertreter Hermann Graf Hatzfeldt hob die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes in Deutschland hervor: Der jährliche Umsatz der deutschen Forst- und Holzwirtschaft sei mit über 100 Mrd. Euro höher als in der Stahlindustrie. Über 1 Million Arbeitsplätze sichern die Beschäftigung vor allem im ländlichen Raum. Graf Hatzfeld unterstrich die pädagogische Aufgabe des Waldes: Die Bedeutung des Begriffes der Nachhaltigkeit lasse sich dort am besten lernen.
Die "Treffpunkt Wald"- Wochen stehen dieses Jahr unter dem Motto "Wald ist Kultur" (verkürzt zu dem Slogan "KultUrWald"). Durch dieses Motto möchten die Forstverwaltun-gen zeigen, wie eng der Mensch in seiner Geschichte mit dem Wald verbunden ist. So haben wesentliche Elemente von Religion, Ethik, Philosophie, Naturwissenschaften, Künste, sowie einzelne Berufsgruppen ihre Ursprünge im Wald. In weiten Teilen der Bevölkerung gilt der Wald heute als unberührte "Wildnis"; tatsächlich ist er allerdings eine einmalige Einheit von Natur- und Kulturgut, für welche sich die Försterinnen und Förster zusammen mit den Waldeigentümern einsetzen. Nicht zuletzt soll mit dem Jahresmotto 2004 die Freude am Wald, an diesem für uns Deutsche besonders wichtigen Kulturgut, erhalten oder neu geweckt werden. Der Wald macht schließlich etwa 30% der Fläche Deutschlands aus.
Alt und Jung sind herzlich zum "Treffpunkt Wald" eingeladen. Die Angebote sind so vielfältig wie der Wald selbst. Sie reichen von klassischen Waldführungen über Mountainbike-Touren mit dem Förster, Klassik-Konzerten im Wald, Pilzwanderungen, Kunstausstellungen, einem Wildnis Open Air Kino bis hin zu einem Survival-Training für Kinder.
Übrigens: Neben den im bundesweiten Internet-Veranstaltungskalender aufgeführten, fest terminierten Veranstaltungen bieten viele Forstämter auf Anfrage auch zusätzliche Termine für Gruppen an. Fragen Sie ruhig einmal nach.
Lassen Sie sich überraschen und entdecken Sie den Wald einmal ganz anders:
www.treffpunktwald.de
Herzlich Willkommen im Wald!
(Quelle: Presseinformation ID Wald GmbH)