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Andreas Kogler zu seinem Gross-SägewerkGeschrieben von Holzweb |
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Quelle: Schweizer Bauer CH Der Österreicher Grosssäger Andreas Kogler wehrt sich gegen den Vorwurf, mit zu tiefen Preisen langfristige Verträge gemacht zu haben.
Interview: Stephan Jaun Schweizer Bauer: Was ist an der Schweiz so attraktiv, dass Sie ein Grosssägewerk bauen wollen?
Andreas Kogler: Es gibt in der Schweiz wesentlich mehr Rundholz, als in den heimischen Sägereien eingeschnitten wird: Also besteht ein grosses Potenzial. Mit einem grossem Sägewerk kann die Wertschöpfung im eigenen Land bleiben, und unnötige Transporte können vermieden werden.
Wo wird das Sägewerk stehen? Man hört, Sie haben Mühe einen Standort zu finden?
Es ist nicht leicht, einen Standort zu finden, der unsere Anforderungen erfüllt. Wichtig sind die Nähe zum Rohstoff, der Bahnanschluss und die zur Verfügung stehende Fläche. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Es gibt auch Leute, die uns von sich aus anrufen und uns mögliche Standorte anbieten. Wir spüren ein starkes Interesse an diesem Projekt.
Wie viel und welches Holz wird Ihr Sägewerk brauchen?
Im geplanten Sägewerk sollen rund 1 Million m3 Rundholz verarbeitet werden. Wir beabsichtigen, dem Forst das gesamte anfallende Rundholz abzunehmen, bieten jedoch die Möglichkeit, die besten Qualitäten anderwertig zu vermarkten. Die Durchmesser sind nach oben nicht begrenzt. Die Qualitäten werden so genommen, wie sie anfallen.
Jetzt sind Sie noch fleissig auf der Suche nach Holz. Welche Menge haben Sie sich schon gesichert, wie viel fehlt noch?
Im Moment haben wir zirka 50 % unseres Bedarfes unter Vertrag. Da es sich um einen transportintensiven Rohstoff handelt, liegt es in unserem Interesse, möglichst kleine Kreise ums Werk zu ziehen. In einer Expertise wurde uns bestätigt, dass die Versorgung im Umkreis von 70 km möglich wäre. In der Praxis werden wir aber aus der gesamten Schweiz Holz beziehen.
Sie haben sich zu den tiefen «Lothar»-Preisen 12-Jahres-Verträge geangelt. Werden nicht die Preise steigen und die Vertragspartner enttäuscht sein?
Die «Lothar»-Preise sind wesentlich tiefer als unsere Vertragspreise. Die Vertragspreise sind für unser Sortiment schlechterer Qualität höher als der 5-Jahresschnitt vor «Lothar». Der Grundpreis ist eine Mischung aus B- und C-Sortiment. Bei der Preisfindung sind wir davon ausgegangen, dass die A-Qualität und ein Teil der B-Qualität aussortiert werden. Damit ist auch klar, dass wir uns als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu den heimischen Sägereien sehen. Wir bauen auf eine lange partnerschaftliche Geschäftsbeziehung. Niemand kann annehmen, dass er einen einseitigen Vorteil langfristig halten kann.
Was die Zukunft betrifft, so sind unsere Preise an den europäischen Rundholzpreis-Index gebunden, was für beide Seiten eine faire und transparente Lösung darstellt.
Wie hoch werden die Schnittkosten pro m3 im neuen Sägewerk sein?
Schnittkosten sind immer nur in der Relation zur Wertschöpfung vergleichbar. Ich möchte keine Zahl in den Raum stellen. Wir rechnen mit 10% höheren Kosten als in Österreich.
Haben Sie noch andere Pläne für die Schweiz bereit?
Wir beschäftigen uns mit der gesamten Holzkette. Von der Bewirtschaftung der Wälder bis zum Fertigprodukt. Alle unseren Aktivitäten stehen jedoch im Zusammenhang mit dem Sägereiprojekt. Davon verstehen wir etwas, und etwas anderes greifen wir nicht an.
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