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Funder integriert österreichische Homogenholz und setzt Wachstumskurs fort

Geschrieben von Holzweb
Industrie
  • Integration der Österreichischen Homogenholz GmbH per 1. April 2004 in die Funder Industrie Ges.m.b.H. vollzogen
  • Spanplattenhersteller in Neudörfl/Burgenland wird fünfte Sparte der Funder-Struktur
  • Geschäftsjahr 2003: Funder steigert Umsatz auf 118,18 Mio. €
    Exportquote auf 82% angehoben

 


Funder gliedert wichtigen Lieferanten ein

Per 1. April 2004 hat die Constantia-Iso AG als Eigentümer die beiden Unternehmen Funder Industrie Ges.m.b.H. und Österreichische Homogenholz GmbH verschmolzen. Strategische Überlegung hinter dieser Integration der Homogenholz in die Funder Industrie ist es, eine weitere Stufe der Wertschöpfungskette direkt bei Funder anzusiedeln: Funder war zuletzt wichtigster Abnehmer der bei Homogen erzeugten Rohspanplatten und veredelt diese zu beschichteten Spanplatten im Rahmen seiner Sparte "Star Favorit".

 


Integration schafft neue Potenziale

Am Standort Neudörfl im Burgenland wurden 2003 von 191 Mitarbeitern rund 455.000 m3 qualitativ hochwertige E1-Spanplatten erzeugt. Der Jahresumsatz der Homogen erreichte 49,53 Mio. € (inkl. der Umsätze aus der Geschäftsbeziehung mit Funder). Mit der Integration können Ressourcen gemeinsam genutzt, Vertriebsaktivitäten wesentlich effizienter gestaltet und neue Marktchancen realisiert werden. Organisatorisch wird Homogen als fünfte Sparte in die bestehende Sparten-Struktur von Funder eingegliedert. Ing. Arnold Lackner, zuletzt Geschäftsführer der Homogen, wechselt als Geschäftsführer zu Funder.

 


Homogen zuletzt Marktführer in Österreich

Homogen wurde 1950 im steirischen Kalwang gegründet und übersiedelte nach der Zerstörung des Werks durch einen Brand 1970/71 an den neuen Standort in Neudörfl. Wichtigste Abnehmer der hier erzeugten Spanplatten sind neben Funder der Holz- und Plattenfachhandel, die Möbel- und Möbelzuliefer-industrie sowie Innenausbauer. In Österreich war Homogen zuletzt Marktführer bei Rohspanplatten. Wichtige Exportländer waren neben Italien, Deutschland, Griechenland, Ungarn und der Schweiz vor allem Staaten in Osteuropa.

 


Umsatz steigt auf 118,18 Mio. €, Exportquote erhöht sich auf 82%

Funder selbst konnte im Geschäftsjahr 2003 an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Vor dem Hintergrund überaus schwieriger Marktbedingungen gelang es, den Gesamtumsatz um 2,2% auf 118,18 Mio. € zu steigern. Der Cashflow ging gegenüber den Vorjahren, welche durch außerordentliche Maßnahmen beeinflusst waren, auf 10,11 Mio. € zurück. Besonders erfreulich ist die Erhöhung der Exportquote auf 82%, womit Funder erneut seine Rolle als "global player" unterstreicht. Wichtigster Absatzmarkt war weiterhin Deutschland mit 26% des Umsatzes, gefolgt von Österreich mit 18% und Italien mit 13%. Unter den belieferten Branchen dominierte auch 2003 die Möbelzulieferindustrie mit 28% Umsatzanteil vor dem Holzfachhandel mit 24% und der Automobilindustrie mit 21%.

 


Sparte Star Favorit wichtigster Umsatzträger

Beim Umsatzanteil der vier Sparten zeigt sich gegenüber 2002 ein stabiles Bild. Die Sparte Star Favorit (beschichtete Spanplatten) trug 32% zum Umsatz bei, Impregnated Papers (imprägnierte Dekorpapiere) erreichte 28%. Auf die Sparte Biofaser (Hartfaser-platten) entfielen 23%, auf die Sparte Isowood (Naturfaser-materialien) 17%. Mitarbeiterstand gestiegen Die fortgesetzte Aufwärtsentwicklung ermöglichte es, den Beschäftigtenstand im Jahresschnitt von 467 im Jahr zuvor auf 475 Mitarbeiter anzuheben. Per 31.3.2004 betrug der Mitarbeiter-stand (ohne Homogen) 477 Personen.

 


Märkte unter Preis- und Kostendruck

Die Märkte, auf welchen Funder sich als Qualitätsanbieter etabliert hat, waren 2003 von großen Herausforderungen geprägt. Sinkende Nachfrage, zum Teil enormer Preisdruck und generell die nachteiligen Auswirkungen der stagnierenden Gesamtkonjunktur führten branchenweit zur Bildung von Überkapazitäten und als Folge zu einem Angebotsüberhang. Auf der Absatzseite sanken so die erzielbaren Preise, während die Rohstoffpreise - speziell bei Holz - weiter stiegen. Zumindest bei der Nachfrage brachte das vierte Quartal 2003 jedoch eine markante Trendwende: Speziell die Küchen- und die Wohnmöbelindustrie sorgten für einen deutlichen Nachfrageschub. Die weitere Entwicklung seither lässt auf eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung hoffen.

 


Investitionen in Höhe von 4,3 Mio. €

Nach Jahren besonders großer Investitionen in Produktions-anlagen erreichte die Gesamthöhe der Investitionen 2003 einen Wert von 4,3 Mio. € (nach 5,6 Mio. € in 2002). Dabei standen Projekte in den Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit im Vordergrund. Rund 1,4 Mio. € wurden zusätzlich für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Einige Vorhaben im Rahmen des Vierjahres-Projekts K-plus WOOD brachten 2003 konkrete Ergebnisse, die in die Produktion einflossen.

 


Zahlreiche ökologisch relevante Maßnahmen gesetzt

Für die ökologische Optimierung seiner Produktion setzte Funder auch 2003 eine Fülle entsprechender Maßnahmen. So wurde ein aktives Energiemanagement etabliert und Maßnahmen wie die Neuorganisation des Kesselhauses und die Energiedatenerfassung am Standort St. Veit/Glan umgesetzt. Im Bereich des Turbo-Wirbelschichtkessels in Werk I wurde ein Gewebe-Staubfilter installiert, mit dem die hier auftretenden Emissionen weiter abgesenkt werden.

 


Funder publiziert Bericht "Nachhaltiges Wirtschaften"

Seine Verantwortung in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht versteht Funder weit über das Unternehmen hinaus für die ganze Region. Um diese Verantwortung nachvollziehbar zu machen, hat Funder jüngst einen Bericht "Nachhaltiges Wirtschaften" herausgegeben, der einen Überblick über die Entwicklung des Unternehmens und seiner Aktivitäten in den letzten 10 Jahren bietet.

 


Ausblick 2004

Bereits im laufenden Geschäftsjahr werden die Vorteile aus der Integration der Homogen voll zum Tragen kommen. Zugleich ist die Bewältigung dieses Schrittes in der Alltagsarbeit eine große Herausforderung, welche von den Produktionsabläufen über den Vertrieb bis zur Unternehmenskultur alle Bereiche von Funder betrifft. Der Einsatz aller Mitarbeiter wird den Erfolg der Integration und damit die Erschließung neuer Marktchancen sicherstellen. In der klaren strategischen Positionierung als Qualitätsanbieter und in der konsequenten Orientierung an den Bedürfnissen der Märkte und Kunden sieht Funder auch weiterhin die besten Voraussetzungen für die Fortsetzung des bisherigen Erfolgskurses.

 


 


Weitere Informationen:



Funder Industrie Ges.m.b.H.
Dipl.-Ing. Harald Kogler
Tel.: +43/4212/494-210
Fax: +43/4212/494-211
E-Mail: harald.kogler@funder.at


(Quelle: Pressenachricht Menedetter PR für Funder Industrie Ges.m.b.H.)


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